HD ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen beim Hund. Was sie kostet und wie du dich absicherst.
Hüftdysplasie (HD) ist eine erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks beim Hund. Dabei passt der Oberschenkelkopf nicht korrekt in die Hüftpfanne, was zu Arthrose, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt.
Hüftdysplasie (HD) ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen beim Hund. Bei dieser Fehlentwicklung passt der Oberschenkelkopf (Femurkopf) nicht korrekt in die Hüftgelenkpfanne (Acetabulum). Dadurch entsteht eine abnormale Belastung des Gelenks, die langfristig zu Arthrose und chronischen Schmerzen führt.
HD wird in fünf Schweregrade eingeteilt: A (frei), B (Grenzfall), C (leicht), D (mittel), E (schwer). Bereits ab Grad C ist eine Behandlung empfehlenswert.
Die Symptome der Hüftdysplasie können schon im Welpenalter auftreten, zeigen sich aber oft erst ab 6-12 Monaten:
- Hasenlauf: Der Hund bewegt beide Hinterbeine gleichzeitig (wie ein Hase)
• Schwierigkeiten beim Aufstehen: Besonders nach dem Liegen
• Lahmheit: Vor allem nach Belastung
• Reduzierte Aktivität: Der Hund will weniger laufen oder spielen
• Steifer Gang: Besonders der Hinterhand
• Schmerzäußerungen: Beim Betasten der Hüfte oder bei bestimmten Bewegungen
• Muskelabbau: An den Hinterbeinen bei fortgeschrittener HD
HD tritt vorwiegend bei mittelgrossen bis grossen Rassen auf:
| Rasse | HD-Prävalenz | Ø Behandlungskosten |
|---|---|---|
| Deutscher Schäferhund | Ca. 20-25% | 1.500–5.000 Euro |
| Labrador Retriever | Ca. 12-15% | 1.500–5.000 Euro |
| Golden Retriever | Ca. 15-20% | 1.500–5.000 Euro |
| Berner Sennenhund | Ca. 15-20% | 2.000–5.000 Euro |
| Rottweiler | Ca. 20% | 1.500–5.000 Euro |
| Deutsche Dogge | Ca. 12% | 2.000–6.000 Euro |
| Bulldogge (engl.) | Ca. 70% | 2.000–5.000 Euro |
Die Behandlung hängt vom Schweregrad ab:
Konservative Behandlung (Grad C-D):
• Gewichtsmanagement und angepasste Bewegung
• Schmerzmittel und Entzündungshemmer: 50-100 Euro/Monat
• Physiotherapie: 40-80 Euro pro Sitzung
• Nahrungsergänzung (Glucosamin, Chondroitin): 30-50 Euro/Monat
• Gesamtkosten konservativ: 500-2.000 Euro/Jahr
Operative Behandlung (Grad D-E):
• Dreifache Beckenosteotomie (DBO): 2.000-4.000 Euro
• Femurkopfresektion: 1.500-3.000 Euro
• Künstliches Hüftgelenk (TEP): 3.000-5.000 Euro pro Seite
• Gesamtkosten OP + Nachsorge: 2.000-6.000 Euro
Bei Pfotenschutz ist Hüftdysplasie in allen Tarifen mitversichert – auch wenn sie als rassebedingte Erkrankung gilt. Wichtig ist:
- Der Hund muss vor Diagnose versichert werden
• Die Wartezeit muss abgelaufen sein (30 Tage Krankheit, 3 Monate OP)
• Vorerkrankungen sind ausgeschlossen
Deshalb gilt: Je früher du deinen Hund versicherst, desto besser. Idealerweise als Welpe, bevor HD diagnostiziert wird. Manche Anbieter schliessen HD grundsätzlich aus – bei Pfotenschutz nicht.
Bei Pfotenschutz ja, in allen Tarifen. HD muss aber nach Versicherungsbeginn und nach der Wartezeit diagnostiziert werden.
Eine Hüft-OP kostet je nach Verfahren 1.500-5.000 Euro. Ein künstliches Hüftgelenk (TEP) kostet 3.000-5.000 Euro pro Seite.
Heilen im engeren Sinne nicht, aber sehr gut managen. Frühe Diagnose und Behandlung können die Lebensqualität stark verbessern.
Erste Symptome können ab 5-6 Monaten auftreten. Eine sichere Röntgen-Diagnose ist ab 12-18 Monaten möglich.
Vor allem grosse Rassen: Deutscher Schäferhund, Labrador, Golden Retriever, Rottweiler und Berner Sennenhund.
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